kk* Blog

26.08.11
Licht

Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und gute Laune.

Charles Dickens



07.08.11
newsletter artsmanagement.net - focus UAE culture

Please find attached the link for the August 2011 worldwide newsletter of artsmanagement.net to whom kk contributed some interviews.
http://www.artsmanagement.net/downloads/nl/amnl104-emirates.pdf
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04.05.11
Artvisite - ein Portrait

Julja Schneider und Iris Stephan gründeten 2009 das Unternehmen Artvisite in Köln. kk* traf die beiden Künstlerinnen in deren Atelier in der Kölner Südstadt, um mit Ihnen das Thema Kunst im Unternehmen zu beleuchten.

Was hat Sie veranlasst Artvisite zu gründen?

Schneider: Wir haben uns bei den KulturPaten getroffen und sehr schnell festgestellt, dass es sinnvoll wäre das Künstleratelier in das Unternehmen zu bringen. Denn der kreative Raum im Unternehmen färbt auf die Mitarbeiter und Vorgänge im Unternehmensablauf ab.

Um in den Markt zu kommen haben wir uns mit ausgewählten Unternehmensberatern zusammengetan, da sie für uns der Dreh- und Angelpunkt für den Zugang zum Unternehmen sind.

Wie stellt sich der genaue Inhalt Ihrer Arbeit dar? Wie gehen Sie vor wenn Sie in ein Unternehmen gehen?

Schneider: Ja. Wir wissen, dass wir kein einfaches Produkt verkaufen. Daher bieten wir unseren warmen Kontakten Schnupperseminare an und führen sie zu sehen was Kunst bewirken kann. Wenn wir dann im Unternehmen waren, ist allen Beteiligten alles sehr klar und verständlich.

Wie reagieren die Mitarbeiter auf Künstler im Unternehmen?

Stephan: Die Mitarbeiter sind im besten Falle offen und neugierig auf uns und unser Tun. Menschen sind auch scheu miteinander umzugehen, damit werden Entwicklungen verhindert oder verzögert. Beispielsweise waren wir mal in einem Unternehmen und hatten dort unter all den Mitarbeitern nur eine Person, die sehr zögerlich und vorbehaltlich auf unser Tun reagierte. Über die Dauer der Zeit haben wir dann auch herausgefunden, dass diese Person im Unternehmen  seit jeher der Bedenkenträger und Bremser ist. Das ist durch unsere Arbeit dort allen Beteiligten nochmals ins Bewusstsein gerückt. Zum Schluss der Maßnahme kam aber das schönste Geschenk von ihm. Er war der Erste, der sich schriftlich für die Publikation, die wir gemacht hatten, bedankte. In diesem Moment mussten wir ihn dann auch wieder aus seiner Rolle entlassen. 

Was für Ergebnisse haben Sie im Unternehmen erzielt, wenn Sie auf Veränderungen, die dort von statten gingen, blicken?

Stephan: Am dringensten sehen wir Umstrukturierungsprozesse aufgrund von Überalterung der Firmen insbesondere in der Führungsebene an. Dies kann nur im Vertrauen vollzogen werden, dass es für die Firma und Mitarbeiter etwas Gutes bewirken kann. Wir haben derzeit eine Anfrage von einem Unternehmen, dass diese Prozess angehen will und uns unbedingt in dieses Vorhaben integrieren will.

Weiterhin bietet eine Ausstellung mit den Ergebnissen unseres Besuchs im Unternehmen eine Möglichkeit der Öffentlichkeit und Kunden das Unternehmen nochmals näher zu bringen und nach außen darzustellen.

Kann man Sie als Angstnehmer bezeichnen?

Stephan: Erfindungen werden unter Angstzuständen und ohne Mut nicht gemacht. Da in unserer Kultur aber allzu oft mit Angst gearbeitet wird, kommen im Unternehmen auch nicht so viele gute Ideen an das Tageslicht. Viele ‚haben’ nicht die Erlaubnis „Ich darf nicht von Anderen lernen und abgucken&ldquo. Dies ist in unserer Kultur nicht verankert. Im künstlerischen Prozess hingegen, ist das ganz natürlich. Wichtig ist hier was letztendlich entsteht. Und daher sollte es sich zu dem Denkansatz entwickeln, dass jeder Angestellte die Erlaubnis hat und sie sich selbst gibt in Prozesse zu gehen und dort auf experimentelle Art die Lösung zu finden. So kann es sein, dass hinterher etwas Anderes herauskommt als vorher gedacht.

Muß dann nicht das Belohnungssystem im Unternehmen überdacht werden? ...

Lassen sich Ihrer Meinung nach Parallelen zwischen künstlerischer Arbeit und einem Wirtschaftsunternehmen erkennen?

Schneider: Ich glaube da gibt es ganz viel. Eine Ausstellung mit all ihren umfangreichen Vorbereitungen wie Presse, Marketing, Raumorganisation, Werke schaffen und aufhängen ist wie ein Event zu organisieren. Da ist das Künstlerleben organisiert. Das hat mit Unternehmertum zu tun.

Was ist Ihr Traum für Ihre Arbeit?

Schneider: Nachhaltig die Kommunikation eines Menschen zu ermöglichen und zu verbessern. Raum und Ort für Kunst im Unternehmen sollte dauerhaft eingeräumt werden.

Stephan: Das Künstleratelier im Unternehmen sollte als selbstverständlicher Raum im Unternehmen sein, um damit eine geistige Gegenbewegung im Unternehmen zu schaffen.

kk*: Herzlichen Dank für das Gespräch!



15.04.11
Herzlichen Glückwunsch

Die in Berlin ansässige Fotogalerie CAMERA WORK wurde kürzlich von dem amerikanischen Online-Magazin Flavorwire als eine der besten 10 Fotogalerien der Welt ausgezeichnet. Lesen Sie mehr:
http://flavorwire.com/167330/the-worlds-10-best-photography-galleries/10#post_body
Neben der erstklassigen Fotokunst kann man hier in Charlottenburg unweit der Paris Bar und direkt gegenüber vom stilwerk bestens im Großstadtgewühl und -hektik Energie tanken und alles wahrhaftig in Ruhe auf sich wirken lassen.
CAMERA WORK
Kantstraße 149
10623 Berlin
Tel.: 030 - 31 00 77 3

 



04.04.11
Kulturförderer für kleines Geld - crowdfounding

Die Kölner Kultur Paten hatten am Freitag zum Vortrag über Crowdfunding in die großzügigen Räume von Coworking Cologne eingeladen. Die in Deutschland für Projekte aus der Kultur aufgesetzte Plattform www.incubato.com wurde von einem der beiden Gründer Konrad Lauten präsentiert. 

Crowdfunding hat seinen Ursprung - wie so Vieles - in den anglikanischen Ländern und nun ist es auch bei uns auf dem Kontinent präsent.
Worum geht es?: Ziel ist es das eigene Projekt sei es eine CD-Produktion, ein Buch, ein künstlerisches Projekt oder einfach nur die gemeinsame ansprechende Gestaltung des Hinterhofes mittels vieler kleinerer (5 €-500 €) Geldbeträge umzusetzen. Da öffentliche Förderung meist auch einem bestimmten Zeithorizont unterliegt, bietet crowdfunding die Möglichkeit in relativ kurzer Zeit das notwendige Geld zusammen zu tragen.
Wie funktioniert es?: Bei incubato stellt man sein Projekt mittels eines Kurzfilmes und einer Beschreibung vor; gibt die gewünschte Dauer, für die das Geld gesammelt werden soll ein und welche Gegenleistungen man seinen Geldgebern offeriert. Es funktioniert also ähnlich dem Model des Sponsorings und man hat schnell die Entscheidung, ob man das Projekt wie gedacht umsetzen kann. Zur weiteren Bekanntmachung des Projektes auf inkubato sind die Kunden angehalten via bspw. social network die warmen Kontakte zu informieren. Wie schnell sich Gutes auf diesem Weg verbreitet, muß man nicht erwähnen.
In der Diskussion an diesem Abend kam immer wieder die Befürchtung auf, dass die Idee, die man dort präsentiert, geklaut werden könne. Dem kann man einfach entgegentreten, indem man sein Vorhaben bei einem Urheberschutz- und Erfinderportal hinterlegt ehe man damit in die Öffentlichkeit tritt. Ein Beispiel dafür wäre www.notatus.de.

www.koelnerkulturpaten.de
www.inkubato.com
www.coworkingcologne.de